Wir FAIRPLAYer:innen tummeln uns zum vierten Mal hintereinander auf der Spiel doch! in Dortmund; der Besuch der „kleinen“ Spielemesse hat schon Tradition. Auch, dass wir schnurstracks zu den Spieletischen durchgehen und erst am Ende bei den Verlagen vorbeischauen.
So zumindest der Plan. Der stand jedoch in diesem Jahr mächtig auf der Kippe. Denn auf der Zufahrt zum Parkplatz der Messehalle staute es sich! Nervosität macht sich breit. Was, wenn wir zu spät und alle Tische belegt sind?
Es hat sich eben rumgesprochen, dass die Spiel doch! eine tolle Veranstaltung für Freaks und Familien gleichermaßen ist. Breite Gänge, kaum Gedränge, übersichtliche Verlagsstände, Kinder-, Familien-, Expertenspiele – da ist für alle was dabei. Trotz der Luftigkeit wurde die ein oder andere, gegenseitige Verlustmeldung per Lautsprecher ausgerufen: Kinder vermissen ihre Eltern, Eltern vermissen ihre Kinder. Hm, wer da wohl wen abgehängt hat und warum. Endlich mal … ein Weilchen ohne … genießen …?
Als besonderes Schmankerl gab sich am Messe-Samstag die „Jury Spiel des Jahres“ ein Stelldichein mit einem Live-Podcast. Martina Fuchs sowie wie die Herren Schrapers, Bartsch und Franke diskutieren im Rahmen des Spielerischen Quartetts über vier ausgesuchte Spieltitel. Im Anschluss konnten die Zuhörenden Fragen zur Arbeit der Jury stellen.
Einen kleinen Wermutstropfen gibt es abschließend doch zu vermelden. In diesem Jahr waren deutlich weniger Erklärbär:innen im Spielbereich unterwegs. Und falls doch ein Erklärtier im blauen T-Shirt an unserem Tisch vorbeikam, winkte es gleich ab: „Die Neuheit kenne ich nicht.“ Wurden wir in den letzten Jahren dank des Spielverleihs Meeplebox schlicht zu sehr verwöhnt? Wer weiß. Was wir auf jeden Fall wissen ist, dass wir 2026 wiederkommen. Gute Traditionen müssen schließlich gepflegt werden!
Astrid Diesen




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